Wie viel siehst Du?

Der Sternenhimmel bei Nacht zeigt wie viel ich sehe.
Mit den Augen meines Herzens.

Wie das
Hubble-Weltraumteleskop erahne ich entstehende Galaxien
und schwarze Löcher
voll Ignoranz und Stolz.
Stimmt mein Fokus?
Ist die Linse klar?
300 000 statt 300 Sterne sehen macht einen Unterschied !

Ich sehe nicht was Du siehst! Ich werde nicht Dein Leben leben.
                                            
    
                                                                                                                                            2007

 

Die Tafel
Die Tafel meines Herzens ist rießig
und übervoll beschrieben
bunt und wirr durcheinander,
auch mit Edding.
Dabei wischt das Wasser der Tränen
nur die Kreide aus.                                                                                                                2009 

 

   

 DANKE

Danke daß Du mich nicht anlügst. 

Danke daß Du Geduld hast. 
Danke für Dein Vertrauen.  
Danke wenn Du mir Mut machst!
Danke für Deinen Traum. 

- Deine Tränen !-
Danke daß Du mich willst !
Danke für dein Verständnis
und mitleiden. 
Danke daß Du mich achtest.  
Danke für was Du mir gibst.                                                         
                                                                                                                
    1987

 

 

Hochseilartist ohne Netz, durch eine Unachtsamkeit Vertrauen falsch gesetzt
im Risikobereich des Lebens.
Wer hält Dich wenn Du fällst? Wer gibt zurück was Dir genommen? 
Besser gefahrvoll gelebt als eine lebendige Mumie zu sein !

                                                                                                                    2011


 


 

ICH SUCHE DICH

Ich suche Deine Hand   - und halte sie fest. 

Ich begegne Deinem Blick  - und erwidere ihn.

Ich spüre Deine Haut  - und atme Dich ein.

Ich höre Deine Stimme  - und erkenne Dich.

Ich streichle Dein Gesicht  - und erfahre Dich.

Mein Herz sucht Deine Wirklichkeit.  - Bist Du da ?

Ich erlebe Deine Nähe. - Ich werde bei Dir bleiben.        

                                                                                                                                                   1986   

 


 

Friedensnobelpreis

Hiermit beantrage ich den Friedensnobelpreis für all diejenigen
die den Wert des Einzelnen in der Masse sehen,
die Zuhören und die Not des Anderen anteilnehmend mitfühlen,
die an eine gute Zukunft glauben
auch wenn sie momentan nicht rosig aussieht,
die nicht nur redent dasitzen sondern auch tun wofür sie stehen,
die sich von den Launen anderer nicht abbringen lassen,
die kurzfristigen Vorteil nicht einstreichen weil sie auf das langfristige Wohl des Anderen blicken,
all denjenigen die nicht aufgeben das Gute zu suchen selbst wenn sie mißverstanden werden.

Ich beantrage den Friedensnobelpreis für außerordentliche Leistungen in Deinem und meinem Leben.                                                                                                 
   
    
                                                                                                                                                    2009

 

VERGEBUNG

Eines Tages wirst auch Du Fehler machen,
und auch Du wirst einmal nicht mehr weiter wissen
und vor Dir wird man sich dann auch verschließen,
die Schultern zuwenden.
Und wenn Du dann da stehst ohne Recht,
und froh wärst man würde Dir vergeben,
wenn jene Not über Dich kommt,
du Ablehnung in den Augen der Andern liest,
und Du dann so ganz klein dasitzt, 
am Rand mitläufst,
sprachlos zuschaust, hoffnungslos am Ende,
dann möchte ich gerne der Erste sein der sagt:"
"Ich vergebe Dir,
wie auch mir vergeben ist."   
       
                                                                                                                 1984

 

 

Wochenlang liege ich herum und keiner schaut mich an.
Ich werde überdreht und zurechtgezogen,
die Aggressionen quälen mich,
selten spielt jemand harmonisch mit mir.
Ich werde oft nur im Vorübergehen getroffen.

Man schnürt mir den Hals:
mit einem Kadobaster !!
und ich weiß schon längst:
ich pass in kein Raster !

Gitarre, dieses Lied sing ich Dir.

                                                                                                                        1994

                                                                                                                                
   

VERBÜNDETE

Uns, 
denen Gewalt angetan wird,
Würde geraubt, mit Einsamkeit gefüttert,
stehen wir im Schatten des Berges,
unserer Träume, 
der schwer zu besteigen ist:
Der Traum von Heilung,
von Zusammensein mit Leuten die uns verstehen.

Egal was andere über uns sagen,
und ob wir es schaffen oder nicht:
Eine Rose bleibt eine Rose,
auch wenn die Stacheln 
an den "falschen" Stellen gewachsen sind.

Und während die Anderen im Garten der Zufriedenheit am Verblühen sind,
bricht unsere Schönheit erst auf.
Niemand sagt daß es leicht ist,
die Narben tun weh.
Niemand weiß wie es geht,
mir Dir,
mit mir,
aber auf dem Weg sind wir nicht allein.

     

WIRKLICH ?                                                               
                                                                                                              
"Spiel mit einer Frau,  
begegne ihrer Bedürftigkeit 
unter dem Deckmantel der 
Freundschaft,
nahe Dich ihr unter der Maskerade "ich will nichts von Dir !".
Warte bis sie mehr für Dich empfindet 
und Du sie in der Hand hast,    
leg es darauf an daß sie sich Dir hingibt,   
und wenn die Gelegenheit kommt 
dann greif zu!,  
genieße sie,   
mach sie nach Dir brennend,     
benütze sie, tu mit ihr was Dir gefällt,     
aber bleib oberflächlich,     
dreh es so, daß sie sich schuldig fühlt 
und in stetige Abhängigkeit von Dir gerät,  
laß sie zappeln solange Du einen Reiz an ihr findest,   
wenn sie fragt, dann stell Dich taub,  
hab sie nicht wirklich lieb. 
Eine Frau will einen Mann, der sie beherrscht !  
Gebe Dich ihr nie wirklich hin.    
Riskiere nie Dein Herz  wirklich zu verschenken. 
Nur die Dummen machen das.    
Du würdest dadurch verletzbar,      
nicht nur in Deiner Ehre, 
sondern tief inmitten von Deinem Gemüt.   
Nicht so:   
S
ondern Du hast mehr davon,     
und bist sogar ihr Held,       
- und Deine Freundschaft hat zudem Bestand !! -   
wenn Du nur so tust als ob, ..."

    W-I-R-K-L-I-C-H  - ? -                                                                       

                        

    

Ist es recht einem Schmetterling zu sagen,
er solle nicht so viel fliegen,
dann würde er auch nicht so oft giftigen Pflanzen begegnen ?
Nein.
Ein Schmetterling sollte lernen wie giftige Pflanzen aussehen,
damit er sie meiden kann.


                                                                                      2007

                                                                                                                       

TIEF IN MIR

Tief in mir
ist ein "starker Mann"
der an meine Tür klopft.
Aber ich antworte ihm nicht
da ich fürchte er würde seine Tricks mit mir spielen wollen.
  
Er sagt ich sei ein Diener,
und Liebe ein Luxus der mir nicht zusteht.
Tief in meiner Seele
bin ich interessant, angenommen und gefragt.
Doch die unausgesprochenen Bedürfnisse des "starken Mannes"
von gestern
versuchen Ihren Griff an mich zu legen.

Tief in meinen Gedanken
kann ich die Dinge den ganzen Tag umtanzen
und mich rechtfertigen bis ich von mir selbst überzeugt bin.
Dieser "starke Mann" will nicht
daß ich jemand an mich heranlasse.
Er ist in der Einsamkeit Zuhause
und alles Neue würde seine Gewohnheit durcheinanderbringen.

Tief in mir
ist es mir zu einfach der zu sein der ich gerne sein würde.
Tief in mir
werde ich es müde beschämt zu sein für all das Zeug in mir.  
  
Tief in mir
ist ein Lied das ich gehört habe als ich ganz klein war.
Tief in mir
ist ein Fenster das mir Leben bringt.
Tief in mir
sehe ich auf die Ewigkeit und was mir dafür angeboten wird.                                              2008  



 

    

Jeder von uns hat ein ausgetüfteltes Management über sich selbst:
Ein Bild in dem er erscheinen will.

Jeder von uns ist unsicher. Seine Gefühle, Fertigkeiten, Kenntnisse,
Vorurteile, Stand, Aussehen und Charakterschwächen
spielen jedem von uns so manchen Streich.

Jeder von uns sehnt sich nach Gemeinschaft, nach Austausch, Gerechtigkeit,
Wahrheit, Sinn, Zukunft, Verzeihung und Angstlosigkeit.

Jeder hat Probleme im Ausdruck, Erkenntnis des Guten, im Umgang mit Besitz,
in der Aufnahmebereitschaft, in Opferbereitschaft und Fähigkeit zur Toleranz.

Jeder kennt Hemmungen, Abweisung, Enttäuschung und Trauer.

Jeder hat - zumindest kleinere - Funktionsstörungen seines Körpers, die immer wiederkehren.

Jeder ist nicht das, was er hätte sein können.

Jeder Mensch hat einen Sinn. Auch der Verkrüppelte im Sterbezimmer.

Jeder wird jeden Tag ein Tag älter. Egal wie reich oder wie arm.

Jeder sehnt sich im Geheimen nach dem Paradies, nach Glück,
nach geliebt-werden, nach Gesundheit, nach Vorankommen, nach Leben.  
                                                                                        
                         

 

Beziehungen wie Geschäfte:
Blicke und Gesten wie
"Lockangebote",
Worte des Vertrauens wie Verträge,
"Gibst Du dies, geb` ich das. Tust Du dies, tu ich das." 
Tauschgeschäfte.
Kontrollstrategien.
Machtfragen.
Und wenn es eng wird kann man das was im Vertrauen gesagt wurde benützen
um den anderen zu erpressen.
Und der Prinz wird zur Kröte
denn Liebe ist:
Hingabe ohne Kosten
ohne Rückfrage was mir das bringt.                                                                                           2008
  
  

 

 

Entrechtete werden stark
Bedrohte finden Schutz
Zurückgewiesene spühren Annahme
Schuldigen begegnet Gnade
Verlassene werden kühn
Trostlose finden Frieden
Verurteilte werden frei
und die an das Unmögliche glauben werden mehr
                                                                                                                                                       2010


 


DAS ERWECKTE HERZ

Wenn Du in Dein Herz hörst,
und ein Schritt nach dem anderen tust,
in dem Land Deiner Gefühle,
das Du nicht kennst.
Wenn andere sich wundern
und Dich zurückhalten wollen,
und selbst das Risiko erneut verletzt zu werden Dich nicht abschrecken kann,
dann geh weiter.

Sei nicht zufrieden,
laß Dich nicht betören,
strecke Dich aus.
Schau wen Du mitnehmen kannst,
und ertaste Deinen Weg.
Vor Dir ist "das Leben".            
                                                                                                  2006

 

 

 

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Tobias A. Pfau